Was läuft eigentlich beim Projekt „Landungsbrücken für Geflüchtete“?

Hamburg, März 2017: Vor etwas mehr als einem Jahr wurde das Projekt „Landungsbrücken für Geflüchtete – Patenschaften in Hamburg stärken“ von der BürgerStiftung Hamburg in Kooperation mit dem Mentor.Ring Hamburg aus der Taufe gehoben.  Ziel ist es, zu guten Rahmenbedingungen für das Engagement der Paten und Patenprojekte für Geflüchtete beizutragen und so das Ankommen zu unterstützen. Zeit für eine Bilanz – was ist inzwischen eigentlich passiert?

Etwas mehr als 50 Patenprojekte und Initiativen konnten über die neue Qualifizierungsplattform vernetzt werden. Ein großer Teil der KoordinatorInnen von Patenprojekten mit Geflüchteten bringt sich aktiv im Netzwerk ein, tauscht sich über Praxisfragen aus und nimmt an Workshops, Fortbildungen oder der Ag Landungsbrücken (eine neu im Mentor.Ring Hamburg 2016 gegründeten Arbeitsgruppe) teil. Die Bandbreite der Themen ist dabei vielfältig: Wie kann ich ein Patenprojekt aufbauen und weiterentwickeln? Wie kann ich Paten durch kollegiale Beratung stärken? Wie gehe ich als Pate mit Traumatisierung um? Über 30 Workshops und Fortbildungen mit 600 Teilnehmern und rund 30 Einzelberatungen von KoordinatorInnen fanden dazu statt (Stand: März 2017).

Besonders großen Zulauf bewirkten die Starterworkshops zur Methodik von Patenschaften, das Austauschtreffen mit 100 Teilnehmern im April 2016 im Gemeindehaus St. Michaelis sowie der Mentoringtag, den der Mentor.Ring Hamburg e.V als Veranstalter diesmal  in Kooperation mit den „Landungsbrücken für Geflüchtete“ umsetzte. Zudem konnte durch die Kooperation der Wegweiser Hamburger Mentor- und Patenprojekte um die Rubrik Patenschaften mit Geflüchteten ergänzt und neu aufgelegt werden.

Rund 90.000 Euro Projektförderung wurden zudem über „Landungsbrücken für Geflüchtete“  an rund ein Dutzend Patenprojekte mit Geflüchteten vergeben –  finanziert  durch das Programm „Menschen stärken Menschen“ des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie ein Bündnis Hamburger Stiftungen.  Dies ermöglichte den zum größten Teil bislang rein ehrenamtlich arbeiteten Vereinen und Initiativen beispielsweise Honorarstellen einzurichten, Aufwandsentschädigung  für Paten anzubieten oder Büro- oder Mietkosten zu begleichen.

Die Rückmeldungen aus  der Evaluation ermutigen zum „Weiter so“: „Landungsbrücken ist für uns ein Glücksfall, weil wir von den Erfahrungen anderer Organisationen profitieren. Durch Landungsbrücken erhalten wir Zugang zu Konzepten, Praxiserfahrungen und Kontakten. Zudem immer wieder auch zwischendurch telefonisch ansprechbar für Fragen.“, wird ein Koordinator im Evaluationsbericht zitiert. „Zielführende, gut angeleitete Workshops mit kollegialer Beratung und Austausch werden in der Rückschau als wertvollstes Format identifiziert“, heißt es im Evaluationsbericht.
Aber es werden auch weitere Unterstützungsbedarfe sichtbar:  Neben dem Wunsch nach flexiblen, bedarfsorientierten Fortbildungen und weiteren Austauschformaten zur Entlastung des eigenen „Tuns“, werden u.a. auch eine digitale Wissensplattform und eine stärkere öffentliche Sichtbarmachung von Patenschaften gewünscht, um weiterhin neue Ehrenamtliche für die Aufgabe zu gewinnen. Es gibt noch viel zu tun.

Alle nächsten Veranstaltungen und Termine finden sich unter www.landungsbruecken-fuer-gefluechtete.de

Ein Beitrag von: Lena Blum, Landungsbrücken für Geflüchtete, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

(März 2017)